Dienstag, 15. März 2011

Playa Funchi: 50 min - 22,9 m

Heute ist es soweit. Wir wollen in den Nationalpark. Nicht nur die bizarre Landschaft interessiert uns, wir wollen hier auch tauchen.


Nach einer guten Stunde gelangen wir an die ersten beiden Tauchplätze, Boka Bartol und Playa Benge. Sie erweisen sich als ungeeignet. Zu starker Wind, zu heftiger Wellengang und offensichtlich starke Dünung. Das Tauchen ist nicht das Problem, vielmehr der Ein- und Austieg birgt so seine Gefahren. Wir wollen kein Risiko eingehen.

Beim nächsten Tauchplatz - Playa Funchi - sieht es besser aus. Den nehmen wir. Das Anrödeln
der Ausrüstung dauert wieder einige Zeit. In der Hitze geht alles nicht so schnell ...


Dann ist es soweit. Wir warten die ersten 4 - 5 hohen Wellen ab, dann gehen wir ins Wasser. Der Boden ist nicht gut zu erkennen, da durch die Dünung viel Sand aufgewirbelt wird. Wir stochern zwischen den Steinen herum, wie der Storch im Salat. Ich habe Sorge, dass ich mit dem Fuß zwischen zwei Korallenblöcke gerate, eine Welle mich umwirft und ich mir dabei den Knöchel verdrehe. Geschieht ja schneller als man denkt. Aber es passiert nichts dergleichen. Schnell die Flossen an und paddeln, bis es tief genug zum Abtauchen ist.


Unten angekommen, stellen wir schnell fest, dass wir Strömung haben. Zunächst kommt sie von links, doch sie ändert immer wieder die Richtung. Es ist wie in einer Waschmaschine. Mal links herum, mal rechts herum, mal weg vom Riff, mal ran ans Riff und kurzzeitig zieht es auch mal nach unten. Selbst in 20 Metern Tiefe ist die Dünung noch zu spüren.

Der Tauchgang an sich ist eher unspektakulär. Wir sehen 2 Rotfeuerfische, Flamingozungen und "die üblichen Verdächtigen". Spannend wird es erst wieder, als wir aus dem Wasser wollen. Gar nicht so einfach, sich die Flossen auszuziehen, während die Wellen einen an Land spülen ...

Nach dem Tauchgang machen wir erst einmal Mittagspause und essen unsere mitgebrachten Stullen. Die typischen Geräusche locken jede Menge kleine Leguane an. Sie lauern um uns herum in der Hoffnung, dass ein paar Bröckchen für sie abfallen. Kaum fällt eines, stürzen sich alle wie die Wahnsinnigen darauf. Ein Hauen und Stechen, der Stärkste gewinnt.

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