Samstag, 26. März 2011

Wir sind auf dem Sprung




Unsere Nacht ist um 3:00 Uhr früh zu Ende. Nun geht's zum Flamingo Airport. Den Pick-up lassen wir beim "short term parking" stehen.

Eine lange Heimreise steht uns bevor ...


Ein Blick auf die Skyline

Bonaire - Newark - 8 Stunden Aufenthalt - Newark - Frankfurt .... Wir sitzen im "Le Grand Comptoir" im Terminal C, essen eine Kleinigkeit und surfen für kleines Geld im Internet.

8 Stunden können ganz schön lang sein ...

Freitag, 25. März 2011

Koffer packen



Heute geht es also ans Koffer packen. Die Tauchklamotten sind fast wieder trocken, so dass wir sie ohne Gemuffel einpacken können.


Am Vormittag hat sich Hosé (wir vermuten, er schreibt sich José, aber die meisten wissen nicht, dass man das J wie ein H ausspricht) zum Bungalow-Check angekündigt. Der Check sieht so aus, dass Hosé ein Formular ausfüllt, das Geld für die Endreinigung kassiert und zum Abschied nett mit uns plaudert. Karibisch entspannt eben!

Später kommt Trudy kurz vorbei, um tschüs zu sagen. Ihr geben wir unsere restlichen Lebensmittel mit. Da wir sie leider nicht bei Mona Lisa zum Essen einladen konnten, um uns für Gabis 50. Geburtstagsgeschenk-Service von 2009 zu bedanken, haben wir für sie Wein besorgt.

Um die Mittagszeit setzen wir uns noch einmal in die Eisdiele und ergötzen uns an den vorbeiziehenden Passagieren der "Sea Princess" ...

Große Aufregung ein paar Meter weiter, am Ende der Einkaufsmeile. Ein Pick-up bleibt genau in der Kurve mit Achsbruch liegen. Die Situation war kurios, das Foto kann leider nicht vermitteln, wie spektakulär der unfreiwillige Burn out beim Abschleppen war.


Am Nachmittag fahren wir mit unserem Pick-up erst tanken und dann zwecks Check-up zur Verleihfirma. Dort ist heute nur von 16 - 17 Uhr geöffnet. Es ist 15 Uhr, wir fahren wieder und schauen beim Verleiher zu Hause vorbei. Er wohnt bei uns um die Ecke. Der Check verläuft übrigens genauso karibisch wie zuvor beim Bungalow ...

Wir behalten das Auto bis morgen früh und lassen es dann am Flughafen-Parkplatz stehen. So muss niemand außer uns so früh aufstehen. Wir müssen um 4:00 Uhr einchecken.

Zur Abkühlung springen wir einmal kurz in den Pool, den es hier in der Anlage gibt. Was für eine Wohltat. Heute ist es extrem heiß! Wird Zeit, dass wir nach Hause in den Frühling kommen .... :-)

Die Internetverbindung ist heute wieder gruselig, so dass zum allerletzten Mal drei Häuser weiter an der Mülltonne stehe, um diesen Blog mit Inhalt zu füttern. Beweisfotos gibt es übrigens keine.

Unseren Abschiedsabend verbringen wir im Bistro de Paris. Der Besitzer ist tatsächlich Franzose, stammt allerdings aus Quimper in der Bretagne. Mal wieder eine Gelegenheit, französisch zu sprechen und Erinnerungen an meine Urlaube in der Bretagne - rund um Quimper - aufzufrischen. Das Essen ist die Wucht, der Pernod am Anfang auch!


Bis um 22 Uhr sind wir fertig mit Koffer packen. Nun aber nix wie ab ins Bett. Um 3 Uhr früh ist die Nacht zu Ende!

Donnerstag, 24. März 2011

Letzter Tauchgang: Karpata - 73 min - 25,1 m



Unser Urlaub nähert sich allmählich dem Ende. Heute ist unser letzter Tauchtag, und wir beschließen ihn traditionsgemäß in ... Karpata. Noch einmal prägen wir uns das Riff gut ein, damit unsere Erinnerungen daran lange halten. Natürlich fotografieren wir wieder wie verrückt. Es ist aber auch großartig heute: die Sicht ist phantastisch, alle Fische sind gekommen, um nochmal tschüs zu sagen. Auch eine Schildkröte lässt sich am Anfang und am Ende des Tauchgangs blicken.


Wir drehen Videos, können uns an ihr gar nicht satt sehen. Sie hat eine dicke Kerbe in der rechten Seite. Wir vermuten, dass sie irgendwann einmal an eine Schiffsschraube geraten ist.

Nach 73 Minuten beenden wir diesen Tauchgang. Ich habe immer noch 110 bar Luft in der Flasche, hätte also noch ein Weilchen länger bleiben können. Aber mir ist es kalt ... und wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich gehen!

Und wir fahren zum Abschied über Gotomeer nach Rincon. Wir genießen im Rose Inn das leckere Goat Stew und den Wahoo, garniert mit 2 ebenso leckeren Amstel :-)


Anschließend fahren wir an der Tauchbasis Yellow Submarine vorbei, um unsere Tauchausrüstung mit Süßwasser auszuwaschen und um auszuchecken.

Da wieder ein Kreuzfahrtschiff angelegt hat, fahren wir nach der Waschaktion in die Eisdiele in der Kaya Grandi. Es ist schließlich eine der letzten Gelegenheiten, sich die Kreuzfahrer anzugucken und obendrein ein erstklassiges Eis zu essen. Meine Laktosepillen haben - im Gegensatz zu mir - rasant abgenommen in diesem Urlaub!

Als wir in unseren Bungalow zurückkommen, wollen wir als erstes duschen. Die Salzkruste muss runter. Aber es gibt kein Wasser! Im ganzen Areal ist das Wasser abgestellt, da angeblich irgendwelche Wartungsarbeiten zu erledigen sind. Gegen 17:15 Uhr soll es wieder Wasser geben. Wir schlagen die karibische Zeit obendrauf und erwarten gegen 18 Uhr "Wasser marsch".

Tatsächlich haben wir um 18 Uhr für wenige Minuten Wasser. Hätten wir geahnt, dass es nur für wenige Minuten da ist, wären wir sofort duschen gegangen. So aber lassen wir uns Zeit, um dann um 19 Uhr festzustellen, dass wir kein Wasser haben. Nit jefalle!!!

Mit ungutem Gefühl gehen wir ungeduscht zum Abendessen ins City Cafe. Als wir zurückkommen, ist immer noch kein Wasser da. Wir sprechen mit den Nachbarn, die Wasser haben?! Nun will es der Ingenieur aber genau wissen und schaut am Straßenrand vor unserem Bungalow am Verteilerkasten nach. Und siehe da ... hat da jemand wohl vergessen, unseren Hahn wieder aufzudrehen? Endlich!


Das Gefühl von Frische, Freiheit und Abenteuer ist nach dieser Dusche unbeschreiblich!

Mittwoch, 23. März 2011

Andrea I: 65 min - 30 m

Es sieht nach Regen aus. Es war wohl eine weise Entscheidung, bereits gestern Motorrad zu fahren. Wir suchen uns "Andrea I" als Tauchplatz aus. Hier ist der Einstieg relativ unkompliziert.

Als wir nach ... Minuten aus dem Wasser kommen, regnet es tatsächlich. Naja, egal, wir sind ja schon nass. Leider ist ja auch die Sonne verschwunden, so dass unsere mobile Dusche - volle Wasserflaschen auf dem Autodach - leider nur lauwarm ist.


Abends sind wir mit Trudy bei Mona Lisa verabredet, aber Trudy ist krank geworden und hat unsere Verabredung abgesagt. So gehen wir zu zweit zu Mona Lisa, es ist schließlich einer der begehrten Tische draußen reserviert.

Just als wir eintreffen, beginnt es erneut zu regnen ... so ein Mist! Drinnen ist kein Platz mehr frei. Außerdem ist drinnen immer Zugluft wegen der Ventilatoren, die meine empfindlichen Ohren, Stirn- und Nebenhöhlen gar nicht mögen.

Also geben wir diesen Tisch auf, rennen im Regen zum Auto und fahren zu Pizza Bon Pasa, der besten Pizzeria auf ganz Bonaire. Wir müssen eine Weile warten und werden dann mit 4 Amerikanern an einen Tisch gesetzt.


Wir erfahren, sie sind auch Taucher und sofort ist eine angeregte Unterhaltung im Gange. Sie haben nur eine Woche Urlaub (wie üblich in USA) und machen daher 4 Tauchgänge am Tag. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass halten die keine Woche durch.

Die ungewohnte körperliche Anstrengung und der Stickstoff machen müde - und das 4 mal am Tag ... Wir werden es ja nie erfahren, aber wir geben ihnen 3 Tage bis zum Dornröschenschlaf :-)

Dienstag, 22. März 2011

Born to be wild


Wir fahren los, die Helme auf. Wenigstens auf den ersten Metern wollen wir sie tragen, bis wir uns an die Maschinen gewöhnt haben. Keinen Kilometer weiter halten wir an und verstauen sie in den Packtaschen. Es ist einfach zu heiß unter den Dingern. Das Sicherheitsrisiko heißt Hitzschlag!

Richtung Süden, an Willemstoren Lighthouse vorbei, lassen Sorobon sozusagen links liegen. Auf der Kaya Sorobon fahren wir zurück nach Kralendijk und weiter in den Norden. Am Marina Kreisel machen wir eine kurze Mittagspause.

Es ist unglaublich heiß. Der Fahrtwind bringt kaum Abkühlung. Es fühlt sich eher so an, als ob uns jemand mit dem Fön ins Gesicht bläst. Wir fahren weiter, die Küstenstraße entlang bis nach Karpata. Dort machen wir noch einmal Halt. Wie schon früher erwähnt, ist Karpata mein Lieblingstauchplatz. Ich drehe eine Ehrenrunde um den Parkplatz und Georg ein Video ... Für mich ist das gerade die perfekte Symbiose von "bike & dive". Tauchen ist heute allerdings nicht angesagt.

Fest steht, dass - egal ob mit oder ohne Helm - die Frisur auf jeden Fall im Eimer ist.


Stehenbleiben bedeutet schwitzen. Also schwingen wir uns auf die Eisenhaufen und fahren wieder. Unser Weg führt uns nach Rincon. Für einen kurzen Moment können wir etwas "beschleunigen" (was man hier so unter beschleunigen versteht), da die Straße breit und in guten Zustand ist. Die meiste Zeit tuckern wir mit 40 bis 60 km/h gemütlich über die Insel.

Am Kreisel bei "Warehouse" fahren wir an die Tankstelle, um dann die Harleys zurück zu bringen. Viel Sprit haben wir nicht verbraucht. Nach knapp 100 Kilometern hat man die Insel einmal umrundet.

Fazit: Biken auf Bonaire macht riesigen Spaß, aber es ist eindeutig zu heiß zum Fahren. Wir sind dennoch glücklich und zufrieden!

Wenn Ihr irgendwann einmal auf die Insel kommt und Motorrad fahren wollt, besucht Orlando vom Motorcycle Shop Bonaire in der Kaya Grandi 54 (motorcycleshop@bonairenet.com). Den Link zu seiner Seite findet Ihr auch in der Linkliste.

Let's bike together




Heute wollen wir die Harley-Tour über die Insel machen. Als wir beim Frühstück sitzen, zieht rabenschwarze Bewölkung auf. Der Wetterbericht hat für heute "vereinzelt Regen" gemeldet. Ist das Murphys Law oder was? Wir sind drauf und dran, die geplante Motorradtour um einen Tag zu verschieben. Fahren im Regen macht ja schon zu Hause keine rechte Freude.

Gegen 11 Uhr bläst ein kräftiger Wind die dunklen Wolken fort. Plötzlich scheint die Sonne an einem leicht bewölkten blauen Himmel. Jetzt oder nie! Wir fahren sofort zum Harley-Händler.

Zunächst erledigen wir alle Formalitäten. Führerschein vorzeigen und Formulare ausfüllen, dass wir im Zweifelsfall für alle Schäden aufkommen usw. Dann werden die Motorräder hervor geholt. Georg hat sich die Road King mit dem breiten Lenker ausgesucht. Ich habe mich für eine Heritage Softail entschieden. Es folgt eine kurze Einweisung an den Eisenhaufen. Wie beim Auto ist auch beim Motorrad das Wichtigste - die Hupe!

Auf die Frage nach den Helmen ernten wir ein Lächeln. Auf Bonaire besteht keine Helmpflicht, aber für Touristen werden natürlich welche bereit gehalten. Für die Ladies gibt es ein Brain Cap, das weder optisch der Brüller noch sicherheitstechnisch relevant ist. Für die Guys gibt es einen olivgrünen "Pisspott", der bei mir einen Lachanfall auslöst, als Georg ihn aufsetzt.



Für gewöhnlich fahren die Biker auf der Insel in kurzen Hosen und T-Shirt, Flip-Flops an den Füßen und Sonnenbrille. Wir beruhigen unser schlechtes Gewissen, dass wir unsere eisernen Vorsätze brechen, indem wir lange Jeans und feste Schuhe tragen.

Montag, 21. März 2011

Delfine

[Gebt den Delfinen das "ph" zurück *heul*]

Am Vormittag besuchen wir den Harley-Händler und machen alles klar für unseren kleinen Ausflug am morgigen Dienstag. Anschließend schauen wir kurz bei Trudy vorbei, um ihr Apartment anzuschauen, das sie an Touristen vermietet. Eine schöne Option für's nächste Mal. Dann machen wir uns auf zum Tauchen. Der Süden ist unser Ziel.

Heute geschieht das Unglaubliche: Wir sehen Delfine! Zwar leider nur von Land aus, aber es ist ganz eindeutig keine Halluzination. Just, als wir die Einfahrt zu "The Lake" passieren, sehen wir im Wasser 2 Rückenflossen in regelmäßigen Abständen aus dem Wasser auftauchen. Der hektische Versuch, schnell ein Foto zu machen, scheitert entsprechend kläglich. Erwartungsfroh beginnen wir unseren Tauchgang, aber die Delfine sind verschwunden. Sie mögen die lauten Taucher sowieso nicht sonderlich.

The Lake ist ein Doppelriff, wie viele andere im Süden der Insel. Wir betauchen das hintere Riff. Die Sicht ist hier viel besser als am vorderen. Wir sehen einen großen Barrakuda, der regungslos im Wasser steht und uns beobachtet. Vertauschte Rollen.


Nach 64 Minuten auf max. 22,1 Metern tauchen wir wieder auf.

Den Abend verbringen wir auf unserer Terrasse und genießen leckere Garnelen mit Reis.

Sonntag, 20. März 2011

Karpata: 56 min - 21,2 m




Erst um die Mittagszeit machen wir uns auf den Weg. Karpata ist unser Ziel.

Heute ist das Meer ausgesprochen ruhig, so dass der sonst so knifflige Einstieg ins Wasser völlig harmlos ist. Beim Abtauchen stellen wir eine leichte Strömung nach links fest.

Üblicherweise taucht man zuerst gegen die Strömung, um es dann auf dem Rückweg leichter und weniger anstrengend zu haben. Da sie aber sehr sanft ist, beschließen wir, uns mit der Strömung treiben zu lassen. Als wir nach 30 Minuten auf ca. 15 Metern Tiefe umkehren, ist die Strömung plötzlich weg. Gut so!

Wir sehen unter anderem einen riesigen Schwarm blauer Fische, deren Namen wir noch im nachlesen müssen. Man kann sie ja nicht alle kennen, insofern ist das Fischbestimmungsbuch sehr hilfreich. Leider liegt es zu Hause.

Die kleinen Garnelen übersieht man leicht, da sie zum einen winzig und zum anderen gut versteckt in Korallenspalten wohnen. Aber dem geübten Auge entgehen sie natürlich nicht.


Zum Ausklang des Tages nehmen wir unser Deko-Bier in Karels Beach Bar ein. Nächste Woche um diese Zeit sind wir bereits wieder zu Hause. Erste Wehmut kommt auf ...

Samstag, 19. März 2011

Weber's Joy: 64 min - 18,1 m




Wer hätte das gedacht, dass den Webers ein eigener Tauchplatz gewidmet wurde ...

Wir mögen diesen Platz im Norden. Ein- und Ausstieg sind angenehm und im allgemeinen herrscht keine Strömung. Hier lässt sich ein gemütlicher Nachmittagstauchgang machen.

Wir treffen die "üblichen Verdächtigen", besonders nett finden wir den Igelfisch. Wir taufen ihn auf den Namen "Rolf" :-)))


Als wir aus dem Wasser steigen und zurück zum Auto gehen, kommt uns auf der Straße ein vierbeiniger Einheimischer entgegen. Noch vor ein paar Jahren waren sie überall anzutreffen und waren eine echte Plage. Jetzt sind sie selten geworden. Vermutlich hat man sie alle eingesammelt und in der "Donkey Sanctuary" zwangsangesiedelt.

Insel-Gepflogenheiten




Erwartungsgemäß kriegen wir am Morgen nicht die Kurve mit dem Brötchen holen. Gabi, Dieter, Steffi ... Ihr fehlt uns! Reichlich spät machen wir uns auf den Weg zum Warehouse und erledigen gleich die restlichen Einkäufe.

Das Leben ist teuer auf der Insel, da alles importiert werden muss. Salat, Rohkost und Gemüse sind nahezu unerschwinglich und meist in desolatem Zustand. Ein einziger popliger Romanasalat kostet 3,50 US-Dollar.

Nicht nur die Währung orientiert sich inzwischen an Amiland - der holländische Antillengulden (NAfl) wurde abgeschafft - die Auswahl in den Regalen der Supermärkte ist längst auf den amerikanischen Marsh Mallow zugeschnitten. Dass aber auch die Einheimischen diese Lebensmittel bevorzugen, sieht man deutlich. Die karibischen Schönheiten sind hier meistens "supersize models" ... ja, auch die Männer!


Zu den tierischen Inselbewohnern zählen Esel, Leguane, Schmetterlinge, bunte Vögel ... und Moskitos. Besonders letztere können morgens und in der Dämmerung ausgesprochen lästig sein. Diese kleinen blutrünstigen Monster bedienen sich nach Herzensmoskitolust am europäischen Schweinebauch und können einem ziemlich den Tag vermiesen.

Im allgemeinen hilft das einheimische "insect repellent" mit dem bezeichnenden Namen "OFF!" oder die nur noch im chinesischen Supermarkt erhältlichen Moskitospiralen.


Neuerdings gibt es aber eine Abwehrmethode, die zum einen effizient ist und zum anderen - zumindest den Menschen - einen gewissen Spaß bereitet. Im Super Store Bonaire, ein Huddelladen ähnlich unseren 1-€uro-Lädchen, gibt es den "Rechargeable Mosquito-hitting Swatter".


Rechargeable deshalb, weil sich am Griff ein Stecker befindet, um den Schläger an der Steckdose wieder aufzuladen. Der Schläger funktioniert wie die Dinger mit dem UV-Licht, die man an der Decke anbringt und wie man sie in manchen Freiluftbars bei uns in Deutschland schon gesehen hat. Fliegt ein Moskito dagegen, verbrutzelt er mit lautem Geräusch.

Das Ding an der Decke ist passiv, aber mit dem Schläger kann man aktiv ins Geschehen eingreifen. Wir haben 2 solche Schläger gekauft. Abends in der Dämmerung sitzen wir erwartungsfroh auf unserer Terrasse und spielen Moskito-Tennis ...

Was für ein Feuerwerk!

Freitag, 18. März 2011

Verabschiedung der Familie Mank

Den Tag beginnen wir gemütlich. Um die Mittagszeit machen wir einen netten Tauchgang bei
Oil Slick Leap. 58 Min - 26,3 m ... Keine besonderen Vorkommnisse, außer 2 Schildkröten.
Ausnahmsweise gibt es auch mal ein Foto von mir ...


Am Abend heißt es Abschied nehmen für die Manks. Der Urlaub ist zu Ende, es geht mit dem Flieger über Amsterdam zurück nach Deutschland. Wir bringen sie zum Flamingo Airport. Dieter genießt bis zum letzten Moment die Freiluftsaison, bevor er sich in die warmen Klamotten für die Reise schwingt.

Ab morgen müssen wir also unsere Brötchen selbst holen. Diesen Mank'schen Bringservice haben wir in den letzten 2 Wochen sehr genossen. Uns bleibt noch eine Woche auf der Insel. Wir treffen auch unsere holländischen Nachbarn am Flughafen, die ebenfalls nach Hause reisen. Die lautstarken allmorgendlichen Skype-Telefonate mit den Enkeln werden wir sicher nicht vermissen. Aber nett waren die Käsköppe trotzdem :-)

Den Abend lassen wir beim Peruaner ausklingen. Der Pisco Sour ist lasch im Vergleich zum Original, aber das Essen ist hervorragend.

Donnerstag, 17. März 2011

Kreuzfahrtschiffe und Protoypen

Am Vormittag haben wir Trudy einen Besuch abgestattet. Sie kennen wir vom letzten Urlaub, siehe frühere Postings (schwarze Tasche) in diesem Blog. Wir verabreden uns für nächsten Montag.

Dann machen wir uns auf den Weg in die Kaya Grandi. Heute hat wieder eines der ganz großen Kreuzfahrtschiffe angelegt. Wir haben in diesem Zusammenhang ein neues Hobby entwickelt: Kreuzfahrer kategorisieren.

Wir sitzen mittags erneut in "unserer" Eisdiele bei Eis und Latte Macchiato und genießen die Aussicht. Ich habe endlich Gelegenheit, die Prototypen zu fotografieren.

Eine kleine Auswahl findet sich hier:


Muttis neues Kleid

Super Size weiblich


Super Size männlich I

Super Size männlich II


MAGNUM Hawaii-Hemdchen


Wir freuen uns schon auf die nächsten Schiffe. Den Plan haben wir der Zeitung entnommen.


Abends ergattern wir einen der begehrten Plätze an der Theke von "Mona Lisa". Dort nehmen wir ein paar Amstel und einen leckeren Barhap. Das Besondere an der Innenausstattung ist die Decke. Hier hängen unzählige Basecaps, die Gäste als Erinnerungsstück zurückgelassen haben.

Mittwoch, 16. März 2011

Nachttauchgang am Yellow Submarine



Yellow Sub: 63 min. - 17,1 m



Gegen 18:30 Uhr geht allmählich die Sonne unter. Es ist phantastisch.

Wir gehen ins Wasser und befestigen am Einstieg einen Blitzer, damit wir später in der Dunkelheit auch zurück finden. Wir tauchen ab und befestigen einen weiteren Blitzer sowie ein leuchtendes Knicklicht an einer Ankerkette. Dann geht es los. Es ist Gabis und Steffis letzter Tauchgang auf Bonaire.


Wir kommen nur wenige Meter weit, als sich 2 große Tarpone uns nähern. Tarpone sind menschenfreundliche Raubfische, die in diesem Fall gut 1,50 lang sind. Sie sehen auf den Fotos unscheinbar aus, sind aber wirklich watzig.


Schlau sind sie auch, denn sie nutzen den Schein unserer Taucherlampen, um zu jagen. Zu diesem Zweck heften sie sich einem förmlich an den Oberarm und blicken mit uns nach vorn. Kaum haben sie ein Objekt der Begierde erspäht, schießen sie nach vorne und schnappen zu.

Man wird zwangsläufig Zeuge dieses Spektakels. Die Tarpone verschwinden im Dunkeln und sind plötzlich wieder hautnah neben uns. Es ist schon ein bisschen unheimlich, aber völlig ungefährlich. Sie begleiten uns den ganzen Tauchgang ...

Wir sehen viele Muränen, 2 haben sich in einem alten Autoreifen häuslich eingerichtet.


Beinahe zufällig entdecken wir ein besonders beindruckendes Prachtexemplar von Drachenkopf. Der Drachenkopf ist ein Meister der Tarnung. Er versteht es vorzüglich, sich seiner Umgebung anzupassen, um so ungestört auf Beute zu lauern. Er ist auch für Menschen lebensgefährlich, denn sein Gift kann tödlich sein.


Die Chance durch einen Drachenkopf verletzt zu werden ist zigmal höher als bei einem Haiangriff. Aber Haie gibt es hier auf Bonaire leider sowieso keine. Hinter unserem Drachenkopf hat sich eine "Monsterkrabbe" mit dicken behaarten Beinen in einer Felsspalte verschanzt. Von meinem Blitzlicht aufgeschreckt, verdrückt sie sich noch tiefer in die Ritze, so dass ich nur noch ihre Beine fotorafieren kann.

Überhaupt ist es schwierig, nachts zu fotografieren. In der einen Hand halte ich die Kamera, in der anderen die Lampe. Gleichzeitig muss ich darauf achten, ordentlich austariert zu sein, um nirgendwo anzuecken (könnte ja ein Drachenkopf auf dem Korallenblock liegen, siehe oben). Immer wieder schaue ich auf den Computer und den Finimeter, um Zeit, Tiefe und Luftverbrauch im Auge zu behalten.

Nachttauchgänge sind einfach großartig. Die Wahrnehmung ist nachts viel intensiver. Man sieht plötzlich all die Meeresbewohner, die tagsüber schlafen. Es bietet sich die Gelegenheit, den nachtaktiven Fischen beim Jagen zuzusehen. Es ist ein tolles Gefühl, im Dunkeln durchs Wasser zu schweben. Naja, nicht ganz im Dunkeln, wir haben ja unsere Lampen.

Nach 63 Minuten beenden wir den Tauchgang, sammeln alle unsere Blitzer und Knicklichter wieder ein und stiefeln aus dem Wasser. Ich friere erbärmlich! Am Steg wartet Dieter auf uns. Wir entledigen uns der Ausrüstung und freuen uns auf das mitgebrachte Deko-Bier. Aaah, das zischt!

Salt City: 73 min - 20,8 m


Am Vormittag tauchen wir bei Salt City. Wir entdecken eine Schildkröte, die ich nicht nur fotografiere, sondern auch filme. Ich werde versuchen, das Video entweder hier oder bei facebook auf meiner Seite hochzuladen.

Den Nachmittag verbringen wir zu Hause und ruhen aus, denn wir wollen heute einen Nachttauchgang machen.

Dienstag, 15. März 2011

Washington Slaagbai Nationalpark


Wir setzen unsere Fahrt durch den Nationalpark fort. Fahrt ist übertrieben, max 30 km/h sind auf der Buckelpiste möglich. Schneller fahren wäre unsinnig. Wir haben keine Lust, uns in dieser verlassenen Gegend einen Platten zu fahren.

Am Playa Slaagbai gibt es ein kleines Restaurant. Wir machen noch einmal eine kurze Pause und sehen uns die Flamingos an. Dann wird es Zeit für den Rückweg. Der dauert fast eine Stunde. Bis 17 Uhr muss man den Park verlassen.


Schon beim Eintritt wird von einem Ranger genau kontrolliert, Ausweis, Anzahl der Personen und deren Namen sowie Autokennzeichen, Farbe des Autos notiert. Das Verlassen des Parks wird ebenfalls registiert. Wenn bis 17 Uhr jemand nicht zurück am Eingang ist, wird er von einem Ranger gesucht. Es dient der eigenen Sicherheit.

Ziemlich müde und kaputt kommen wir wieder in der Zivilisation an. Zum Abschluss trinken wir noch etwas im City-Café.

Abends gibt es noch einmal Reste grillen bei Manks. Aber auch dieses Mal gehen bei allen um 9 die Lichter aus.

Playa Funchi: 50 min - 22,9 m

Heute ist es soweit. Wir wollen in den Nationalpark. Nicht nur die bizarre Landschaft interessiert uns, wir wollen hier auch tauchen.


Nach einer guten Stunde gelangen wir an die ersten beiden Tauchplätze, Boka Bartol und Playa Benge. Sie erweisen sich als ungeeignet. Zu starker Wind, zu heftiger Wellengang und offensichtlich starke Dünung. Das Tauchen ist nicht das Problem, vielmehr der Ein- und Austieg birgt so seine Gefahren. Wir wollen kein Risiko eingehen.

Beim nächsten Tauchplatz - Playa Funchi - sieht es besser aus. Den nehmen wir. Das Anrödeln
der Ausrüstung dauert wieder einige Zeit. In der Hitze geht alles nicht so schnell ...


Dann ist es soweit. Wir warten die ersten 4 - 5 hohen Wellen ab, dann gehen wir ins Wasser. Der Boden ist nicht gut zu erkennen, da durch die Dünung viel Sand aufgewirbelt wird. Wir stochern zwischen den Steinen herum, wie der Storch im Salat. Ich habe Sorge, dass ich mit dem Fuß zwischen zwei Korallenblöcke gerate, eine Welle mich umwirft und ich mir dabei den Knöchel verdrehe. Geschieht ja schneller als man denkt. Aber es passiert nichts dergleichen. Schnell die Flossen an und paddeln, bis es tief genug zum Abtauchen ist.


Unten angekommen, stellen wir schnell fest, dass wir Strömung haben. Zunächst kommt sie von links, doch sie ändert immer wieder die Richtung. Es ist wie in einer Waschmaschine. Mal links herum, mal rechts herum, mal weg vom Riff, mal ran ans Riff und kurzzeitig zieht es auch mal nach unten. Selbst in 20 Metern Tiefe ist die Dünung noch zu spüren.

Der Tauchgang an sich ist eher unspektakulär. Wir sehen 2 Rotfeuerfische, Flamingozungen und "die üblichen Verdächtigen". Spannend wird es erst wieder, als wir aus dem Wasser wollen. Gar nicht so einfach, sich die Flossen auszuziehen, während die Wellen einen an Land spülen ...

Nach dem Tauchgang machen wir erst einmal Mittagspause und essen unsere mitgebrachten Stullen. Die typischen Geräusche locken jede Menge kleine Leguane an. Sie lauern um uns herum in der Hoffnung, dass ein paar Bröckchen für sie abfallen. Kaum fällt eines, stürzen sich alle wie die Wahnsinnigen darauf. Ein Hauen und Stechen, der Stärkste gewinnt.

Montag, 14. März 2011

Angel City - 62 min - 23,1 m

Heute ist schlechtes Wetter. Morgens gegen halb 7 hat es heftig geregnet. Der Himmel ist grau, alles wirkt ein bisschen trostlos. Den Tag über schauert es immer wieder mal kurz, und es geht ein starker Wind. Kein wirklich gutes Wetter zum Tauchen.

Am Vormittag lungern wir am Hafen rum und bestaunen die Neuankömmlinge der beiden Kreuzfahrtschiffe. Am frühen Morgen hat die AIDA Vita angelegt. Das Publikum ist deutlich jünger, schlanker und sportlich orientiert. Die Tauchbasen haben nun High Life, denn sie bieten geführte Bootstauchgänge für Taucher und Schnupperstunden für solche, die es werden
wollen, an.


Kurz vor Mittag läuft die Emerald Princess ein. Ein riesiges Schiff, das 3.100 Passagiere aufnehmen kann. Wir sind beeindruckt, wie milimetergenau das Schiff an der Kaimauer anlegt.


Gegen Nachmittag klart es auf und wir gehen doch tauchen. Wir suchen uns Angel City aus. Viel zu sehen gibt es eigentlich nicht: viel Schwarmfisch, ein Igelfisch, ein Rotfeuerfisch. Trotzdem ist es ein netter Nachmittagstauchgang.

Abends haben wir uns zum Grillen bei Manks verabredet. Es ist ein gemütlicher Abend bei leckerem Essen und in entspannter Runde.

Tauchen macht müde. Die meisten Abende - so auch dieser - enden daher gegen 21 Uhr. Wir haben es überhaupt nur ein einziges Mal bis halb 11 ausgehalten.