Unser Urlaub nähert sich allmählich dem Ende. Heute ist unser letzter Tauchtag, und wir beschließen ihn traditionsgemäß in ... Karpata. Noch einmal prägen wir uns das Riff gut ein, damit unsere Erinnerungen daran lange halten. Natürlich fotografieren wir wieder wie verrückt. Es ist aber auch großartig heute: die Sicht ist phantastisch, alle Fische sind gekommen, um nochmal tschüs zu sagen. Auch eine Schildkröte lässt sich am Anfang und am Ende des Tauchgangs blicken.

Wir drehen Videos, können uns an ihr gar nicht satt sehen. Sie hat eine dicke Kerbe in der rechten Seite. Wir vermuten, dass sie irgendwann einmal an eine Schiffsschraube geraten ist.
Nach 73 Minuten beenden wir diesen Tauchgang. Ich habe immer noch 110 bar Luft in der Flasche, hätte also noch ein Weilchen länger bleiben können. Aber mir ist es kalt ... und wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich gehen!
Und wir fahren zum Abschied über Gotomeer nach Rincon. Wir genießen im Rose Inn das leckere Goat Stew und den Wahoo, garniert mit 2 ebenso leckeren Amstel :-)

Anschließend fahren wir an der Tauchbasis Yellow Submarine vorbei, um unsere Tauchausrüstung mit Süßwasser auszuwaschen und um auszuchecken.
Da wieder ein Kreuzfahrtschiff angelegt hat, fahren wir nach der Waschaktion in die Eisdiele in der Kaya Grandi. Es ist schließlich eine der letzten Gelegenheiten, sich die Kreuzfahrer anzugucken und obendrein ein erstklassiges Eis zu essen. Meine Laktosepillen haben - im Gegensatz zu mir - rasant abgenommen in diesem Urlaub!
Als wir in unseren Bungalow zurückkommen, wollen wir als erstes duschen. Die Salzkruste muss runter. Aber es gibt kein Wasser! Im ganzen Areal ist das Wasser abgestellt, da angeblich irgendwelche Wartungsarbeiten zu erledigen sind. Gegen 17:15 Uhr soll es wieder Wasser geben. Wir schlagen die karibische Zeit obendrauf und erwarten gegen 18 Uhr "Wasser marsch".
Tatsächlich haben wir um 18 Uhr für wenige Minuten Wasser. Hätten wir geahnt, dass es nur für wenige Minuten da ist, wären wir sofort duschen gegangen. So aber lassen wir uns Zeit, um dann um 19 Uhr festzustellen, dass wir kein Wasser haben. Nit jefalle!!!
Mit ungutem Gefühl gehen wir ungeduscht zum Abendessen ins City Cafe. Als wir zurückkommen, ist immer noch kein Wasser da. Wir sprechen mit den Nachbarn, die Wasser haben?! Nun will es der Ingenieur aber genau wissen und schaut am Straßenrand vor unserem Bungalow am Verteilerkasten nach. Und siehe da ... hat da jemand wohl vergessen, unseren Hahn wieder aufzudrehen? Endlich!
Das Gefühl von Frische, Freiheit und Abenteuer ist nach dieser Dusche unbeschreiblich!
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